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Zeichen der Alpe Garnera, eine gezeichnete BergblumeAlpe GarneraGaschurn im Montafon

Dreistufenwirtschaft im Garneratal

Die Alpe

Maisäß, Melkalpe und Galtalpe: die Tiere ziehen im Lauf des Sommers von Stufe zu Stufe. Diese alte Form der Bewirtschaftung wird im Garneratal bis heute weitergeführt.

Melkalpe Garnera

Auf der Melkalpe Garnera verbringen 31 Kühe von sieben Bauern den Sommer. Die Kühe weiden auf den teils steilen Wiesen im Garneratal und werden am Stofl, wo die Alphütte und der Stall stehen, gemolken.

2009 wurde auch die Sennerei wieder in Betrieb gesetzt und es werden aus erstklassiger Alpenmilch Produkte wie Sura Kees, Butter, der Saladiner und Joghurt hergestellt. Alle Achtung vor den Kühen, die uns die Milch für die Sennkuchi aus den besten Alpenkräutern bringen.

Tisch und Bank vor der Alphütte mit Blick in das verschneite Hochtal
Der Platz vor der Hütte, an dem die Jause serviert wird.
Verschneite Bergflanken und Felsrippen im hinteren Garneratal

Galtalpe: Jungvieh und Schafe

Zwischen Juli und September pendeln die Hirten mit ca. 100 Stück Jungvieh und Mutterkühen zwischen den hochgelegenen Weiden auf Matschun, Mittelberg und Hinterberg.

Ab Juni findet man im Garneratal ca. 800 Schafe auf den höchstgelegenen Wiesen, bis auf 2.500 m.ü.M. Ende September werden die Schafe gesammelt und ins Tal getrieben um bei der traditionellen Schafscheide in Gaschurn zu ihren Besitzern zurück zu kehren.

Für die Bilder der Schafscheide danken wir dem Hotel Daneu.

Maisäß Ganeu, die mittlere Stufe

Der Maisäß Ganeu liegt auf ca. 1400 m.ü.M. oberhalb von Gaschurn. Er dient als Zwischenstation für die Tiere im Frühjahr (von Ende Mai bis Ende Juni) bevor die Kühe zur Melkalpe Garnera und das Jungvieh zur Galtalpe weiterziehen. Im Herbst sind die Tiere dann wieder von Mitte September bis Anfang Oktober, je nach Witterung, auf dem Maisäß anzutreffen.

Auf dem Ganeu stehen die ältesten Ställe des Montafons. Bei Erhebungen zur Kulturgüterdatenbank Montafon wurde der Gebäudebestand untersucht:

Von elf Gründungsbauten lassen sich zwei um die Mitte und drei gegen Ende des 16. Jahrhunderts fassen. Unter ihnen befindet sich eine der in ihrer Gesamtsubstanz ältesten Doppelscheunen des Montafon aus dem Jahr 1552.

Quelle: Vorarlberger Architektur Institut 2007. Zum Maisäß Ganeu gibt es auch einen Blogartikel der Montafoner Museen.

Der Weg durch das Garneratal bei bedecktem Himmel, dahinter die Bergflanken

Wege zur Alpe

Die beliebtesten Wege zur Alpe. Es gibt natürlich auch noch andere Wege zur Alpe, es lohnt sich z.B. beim Abstieg von der Tübinger Hütte halt zu machen.

Wegbeschreibungen als PDF herunterladen
  1. 01

    Mit der Versettla Bahn (Mittelstation)

    Die mit Abstand beliebteste Variante. Auffahrt mit der Versettlabahn von der Talstation Gaschurn bis zur Mittelstation (1.480 m). Von dort mit leichtem Anstieg Richtung Maisäß Lifinar, dann rechts ins Garneratal abbiegen und dem Garnerabach bis zur Alpe folgen. Familientauglich und technisch einfach, mit nur ca. 200 Höhenmetern und schönen Talblicken ins Montafon.

    Gehzeit Mittelstation bis zur Alpe: ca. 1 ¾ h

  2. 02

    Zu Fuß ab Gaschurn mit der Variante durchs Fenggatobel

    Vom Parkplatz der Versettlabahn taleinwärts Richtung Feuerwehrhaus, dann hinter dem Parkplatz herum der Garnerastraße folgen, bis sie zu einer Schotterstraße wird. Von der ersten Kurve zweigt der Weg durchs Fenggatobel ab (alpiner Steig, Trittsicherheit erforderlich). Von hier entweder dem Steig durch die Schlucht folgen oder auf der Straße zum Maisäß Ganeu (1.400 m).

    Gehzeit von Gaschurn bis zur Alpe: ca. 2 ¾ h

  3. 03

    Über den Matschuner Höhenweg

    Auffahrt mit der Versettlabahn zur Bergstation (2.010 m). Von dort ein kurzer Aufstieg über Burg (2.247 m) zur Versettlaspitze (2.372 m), dann immer dem Grat entlang bis zum Matschuner Joch (2.390 m). Mit einem Umweg von ca. 20 Minuten kannst du noch den Gipfel der Madrisella (2.466 m) erklimmen. Vom Matschuner Joch Abstieg zur Alpe Garnera (1.680 m).

    Gehzeit Bergstation bis zur Alpe: ca. 4 Stunden

Blick unter dem Vordach der Alphütte hervor auf das verschneite Garneratal
Das Garneratal im Winter: außerhalb der Alpzeit ist die Alpe nicht bewirtschaftet.

Mit einer Gruppe auf die Alpe

Gruppen und Schulklassen können die Alpe besichtigen. Wir stellen das Projekt und die Bewirtschaftung gerne vor.

+43 664 4602344